Der Supermarkt
Man ist es gewohnt, im Supermarkt stets prall gefüllte Regale vorzufinden. Doch was es für ein Wust an Arbeit ist, diese Regale immer in Ordnung zu halten, weiß kaum ein Kunde. Das Management zwischen der verkauften Anzahl eines Artikels und der Lagerhaltung muss exakt stimmen, damit nicht irgendwelche Engpässe entstehen. Der Kunde ist gewohnt, alles am rechten Ort zu finden, und reagiert mit Unmut, wenn dem einmal nicht so ist. So sind also viele Faktoren im Spiel, die beeinflussen können, ob eine Ware stets erhältlich ist, oder nicht. Schon der LKW Fahrer, der die Ware vom Zentrallager zum Laden bringt, ist zur Pünktlichkeit verpflichtet; ebenso muss die Disposition alle angeforderten Waren mitschicken.
Mehrere Male am Tag gehen die Angestellten durch den Markt und entfernen die leeren Kartons, in denen zum Beispiel Joghurts im Kühlregal stehen. Ein Eindruck von Unordnung entsteht, wenn sich die leeren Schachteln im Regal häufen. Gleichzeitig wird alles, was Kunden an einem anderen Ort abgelegt haben, wieder an Ort und Stelle gepackt. Geht ein Artikel zur Neige, wird Ersatz aus dem Lager geholt, und somit für Nachschub gesorgt. Bei den immer im Angebot befindlichen Produkten ist dies nicht anders, als bei den Aktionen. Verkauft ein Discounter für Lebensmittel auch einmal Betten, so muss hier ein besonderes Augenmerk darauf gelegt werden, dass auch hier keine leeren Verpackungen herumliegen und der Bestand, solange es einen gibt, auch regelmäßig aufgefüllt wird. Die Paletten zu jonglieren und durch die Gänge zu fahren kann manchmal sehr schwer sein, vor allem, wenn großer Andrang herrscht.
Natürlich muss auch in den Gängen, in denen Obst und Gemüse verkauft wird, immer für Ordnung gesorgt werden. Altes Gemüse und Obst mit Druckstellen muss entfernt werden; ebenso die abgerissenen oder abgefallenen Blätter des Salates und anderer Lebensmittel. Schließlich soll das Auge des Kunden ja mit einer appetitlichen Auslage zum Kauf überzeugt werden, statt dass man ihm einen angehenden Komposthaufen präsentiert. Auch an einem sehr hektischen Tag muss jede dieser Arbeiten immer wieder ausgeführt werden, und dabei auch die Kasse immer ausreichend besetzt sein.
Da darf man den ganzen Tag keine schlechte Laune zeigen, sich niemals von Kunden provozieren lassen und sich auch im höchsten Stress nicht aus der Ruhe bringen lassen. Vor allem an Tagen zwischen einem Feiertag und einem Wochenende, oder vor einem langen Wochenende geht es hier von dem Moment, in dem sich die Ladentüren öffnen, bis dahin, wo sie sich wieder schließen, drunter und drüber. Selbst die Pausen nehmen an einem solchen Tag dem Stress und der Belastung nur wenig weg.
